Rhön: Workshops zur Medienkompetenz für Lehrer und Ausbilder

Einleitung Übungen: 1 2 w Lernkontrolle
 Prolog: Die vier geplanten Workshops finden einzeln oder als Gesamtpaket auf der Online-Lernplattform wer-weiss-was.net statt. Durch Einbeziehung von Fernwartungstools und Telefon sind Präsenzveranstaltungen nicht notwendig. Nach Absprache gibt es jedoch auch Workshops mit persönlicher Betreuung des Trainers.
Jeder Teilnehmer erhält eine komplette Kopie dieser Plattform mit dem Stand vom Oktober 2016. Sie wird mit einer CC-BY 3.0 Lizenz bereitgestellt. Damit darf jeder Teilnehmer das überlassene Material verbessern, neues hinzufügen, kopieren und weitergeben.
Unterrichtsmaterial wie es exemplarisch im Online-Lernbaustein zur Rhön für die Allgemeinbildung oder im Lernbaustein „Lagerist“ für die Berufliche Bildung angeboten wird, kann man nach dem Workshop selbst erstellen. Das Werkzeug zur Aufnahme von Videos per Smartphone und zum Bearbeiten am Computer ist bei den meisten vorhanden. Was fehlt sind die Handlungskompetenz, um Projekte wie dieses erfolgreich zu realisieren. Dazu gibt es die unten genannten vier Workshops.
Untertitel Workshop 1: Film-Untertitel helfen beim Sprachenlernen.
Das besagt die Studie Foreign Subtitles Help but Native-Language Subtitles Harm Foreign Speech Perception
Dem zufolge gelingt das Sprachenlernen am besten, wenn man zum Deutschen Originalton auch noch die geschriebene Deutsche Sprache mitlesen kann.
In den zum Workshop gehörenden Erklärvideos wird u.a. gezeigt, wie die Texteinblendungen zur passenden Zeit im üblichen srt-Format bereitgestellt werden.
Wer schon Übersetzungen des im Video gesprochenen Textes hat, kann diese alternativ oder gleichzeitig einblenden.
Wer keinen eigenen YouTube-Kanal hat, kann das Zusammenführen von Video und Untertiteln auch mit einem aktuellen Windows-PC üben. Die notwendige Software zum Abspielen und Bearbeiten von Videos mit Untertiteln ist schon im Windows-Betriebssystem enthalten: Die App heißt „Filme & TV“ und die srt-Dateien mit den einzublendenden Untertiteln kann man mit dem Editor bearbeiten. Effizienter geht die Verwaltung der 22 Sprachen mit einer Excel-Tabelle. Im selbst erstellten Rhön-Video wurden zur Demonstration der Effizienz die automatischen Übersetzungen von Google verwendet. Liegt die Übersetzung der deutschen Untertitel vor, benötigt man weniger als 5 Minuten, um eine zusätzliche Untertitelsprache bei YouTube zu installieren. Mit der Windows-App geht es noch schneller.
Werden professionelle Übersetzungen der im Video gesprochenen Texte gewünscht, sollte bei einem Text wie im Beispiel mit ca 100 Euro pro Sprache für muttersprachliche Übersetzer kalkuliert werden. Die Auftragsvergabe mit den muttersprachlichen Übersetzern wird per Internet über eine Agentur abgewickelt. Gelieferte Übersetzungen können kurzfristig mit den Videos zusammengeführt werden.
Vokabellisten Workshop 2: Effiziente Vokabellisten erstellen.
Zum Erlernen des Grundwortschatzes einer Fremdsprache muss man sich mindesten 2000 Vokabeln aneignen. Unbekannte Worte musste man sich früher durch Blättern in Wörterbüchern aus Papier erschließen.
Wie das Strom-Beispiel zeigt, geht das Nachschlagen ‚online‘ schneller. Man muss kein Buch mitschleppen und kann sich die gewünschten Begriffe vorsprechen lassen.
In den bereits vorliegenden Fallbeispielen zur Rhön und zum Lageristen wurden Texte automatisch in einzelne Worte zerlegt. Die gleiche Vorgehensweise mit selbst gewählten Beispielen wird im Workshop erarbeitet: Die Liste wird alphabetisch sortiert. Mehrfachnennungen des gleichen Wortes werden entfernt. Eine übliche Office-Software führt das weitgehend automatisch. Ist die Liste in deutscher Sprache vorbereitet, können die Vokabeln automatisch über einen Hyperlink im Thesaurus, der Google-Bildersuche oder in den vorhandenen Langenscheidt-Online-Wörterbüchern nachgeschlagen werden: Point-Alpha-Vokabeln
Lückentexte Workshop 3: Lückentests zur Beurteilung des Sprachvermögens einsetzen.
Mit Lückentexten lässt sich das Verständnis von Sprache überprüfen.
Automatische Auswertungen erleichtern dem Lehrer die Korrekturarbeit und ermöglichen dem Lernenden auf effiziente Weise die Selbsteinschätzung. Niemand schaut zu und man ist auf niemanden angewiesen.
Die Website des Goetheinstituts „Übungsblätter selbst gemacht“ erläutert die Vorgehensweise zur Umsetzung auf Papier.
Auf der Website Quizdidaktik findet man das Werkzeug, um Lückentexte auf der Basis von JavaScript umzusetzen: Beispiel zum Eintrag der Artikel „der, die, das“
Im Workshop werden auch die automatischen Aufbereitungsmöglichkeiten für Vokabeltests gezeigt: Mit Lückentexten lassen sich die richtigen Eingaben von Vokabelpaarungen automatisch überprüfen. Das Format zur Anzeige der Zuordnungsfragen ist auf die Endgeräte abgestimmt, so dass Smartphones und Tablets genutzt werden können.
Beispiel: 410 Vokabelpaare in 5 Sprachen zuordnen
Lernkontrolle Workshop 4: Lernplattformen mit Benutzerauthentifizierung ermöglichen die Zertifizierung von Kenntnissen.
Die „Lückentexte“ aus dem Baustein 3 dienen nur zur Selbsteinschätzung. Für benotete Lernkontrollen benötigt man richtige Lernplattformen.
Bei Klausuren oder Zertifizierungen muss die Authentifizierung beim Login am Computer durch eine Prüfungsleitung überwacht werden. Sonst könnten Fremde das Login vornehmen, um gute Ergebnisse zu produzieren. Die Prüfungsleitung prüft dazu den Personalausweis des am PC eingeloggten Prüflings zusammen mit seiner IP-Adresse. So werden Täuschungsversuche verhindert.
Moodle ist die an deutschen Hoch- und Berufsschulen am häufigsten eingesetzte Plattform. In der aktuellen Grundausstattung liefert sie alle benötigten Software-Werkzeuge. Die Beschränkung der Fragetypen für Prüfungen auf den Standard erspart zusätzlichen Aufwand bei späteren Software-Updates. Außerdem sind komplette Lern- und Prüfungsbausteine durch den einheitlichen Standard zwischen den Plattformen der Anbieter austauschbar.
Im Workshop werden die im Standardumfang von Moodle enthaltenen Quiz-Plugins der OpenUniversity behandelt.
Mit dem folgenden eingebetteten Beitrag kann man über eine Gastanmeldung die unterschiedlichen Fragetypen kennen lernen.
http://konrad-rennert.de/frei-zugaengliche-kurse-auf-unserer-lernplattformDie effiziente und kostengünstige Produktion derartiger Quizfragen ist das Thema dieses 4. Workshops.
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